Ob im Gespräch am Infostand in Strümp oder bei der Podiumsdiskussion im Park von Haus Meer – das Thema Umweltschutz zieht sich wie ein roter Faden durch den aktuellen Kommunalwahlkampf. Eigentlich auch selbstverständlich, denn alle Felder der Kommunalpolitik werden von diesem Themenbereich tangiert.

Sehr häufig beginnt die Diskussion mit der Frage „Was werden Sie als Bürgermeister für den Umweltschutz in Meerbusch tun?“. Mich befällt dann schon mal ein kleines Störgefühl, denn es ist ja nicht der vermeintlich omnipotente Bürgermeister, sondern jeder Einzelne von uns, der durch sein eigenes Verhalten einen merklichen Einfluss auf Klima und Umwelt nehmen kann. Richtig groß wird das Störgefühl, wenn der Fragesteller wie neulich noch schnell seine Zigarettenkippe wegschnippt, während er ins Gespräch einsteigt.

Zigarettenkippen sind weltweit das häufigste Abfallprodukt

Zigarettenkippe
Umweltsünde Zigarettenkippe

Die Filter der weggeschnippten Kippen sehen zwar aus wie Watte, tatsächlich bestehen sie in der Regel aus dem Kunststoff Celluloseacetat und sind hochgiftig. Neben dem Nervengift Nikotin finden sich in den Kippen Arsen, Blei, Chrom, Kupfer, Cadmium, Formaldehyd und Benzol, um nur einige der Giftstoffe aufzuzählen. Aus den Filtern ausgewaschen landen diese Gifte über die Flüsse in Seen und Meeren und damit letztendlich in der menschlichen Nahrungskette. Zigarettenkippen sind weltweit das häufigste Abfallprodukt und gehören auch in Meerbusch zum Schutz der Umwelt in den Aschenbecher bzw. in die graue Tonne und nicht achtlos auf den Boden geschnippt, wo sie bis zu 10 Jahre brauchen, um zu verrotten.

Planvoller Ausbau von E-Ladestationen und Wasserstoff-Tankstellen

Wo der neue Bürgermeister einen positiven Beitrag zum Umweltschutz leisten kann, ist beim planvollen Ausbau der E-Ladestellen in Meerbusch. Mich freut es ganz besonders, dass viele Unternehmen, die ich im Vorfeld der Kommunalwahlen besucht habe, ihre Fahrzeugflotten auf E-Mobilität umstellen und die notwendigen Ladevorrichtungen auf dem Firmengelände auch zur öffentlichen Nutzung bereitstellen wollen. Das gilt es durch einen Generalplan für das gesamte Stadtgebiet  zu unterstützen und so einen emissionsfreien, motorisierten Individualverkehr zu ermöglichen.

Karl Trautmann will Wasserstoff-Tankstellen planen
Wasserstoff-Tankstelle
Brennstoffzelle
Brennstoffzelle

Und dann kann Meerbusch der Bundesregierung mal richtig unter die Arme greifen. Deutlich hinter dem eigenen Zeitplan der nationalen Wasserstoff-Offensive hat die Regierung in Berlin erkannt, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen Eckpfeiler auf dem Weg zu einer emissionsfreien Mobilität in Deutschland sind. Die Unterstützung beim Ausbau der Tankinfrastruktur für Wasserstoff als Kraftstoff hat deshalb für die Bundesregierung eine hohe Priorität. Wie im Nationalen Strategierahmen zur Umsetzung der EU-Richtlinie zum Ausbau von Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe (AFID) festgelegt, verfolgt die Bundesregierung das Ziel von bundesweit 100 Wasserstoff-Tankstellen für Brennstoffzellen-Pkw bis 2020“ (Details unter http://www.now-gmbh.de). Hier kann Meerbusch helfen, indem wir uns für die Errichtung einer entsprechenden Tankstelle auf Meerbuscher Gebiet stark machen. Dieses Projekt will ich als Bürgermeister anpacken. Und sobald dann die deutsche Autoindustrie mit Hyundai und Toyota in Punkto Wasserstofftechnologie endlich auf Augenhöhe konkurriert, steht einer weiteren alternativen, umweltfreundlichen  Mobilitätstechnologie für den Individualverkehr in unserer Stadt nichts mehr im Wege.

Lassen Sie uns Meerbusch fit machen für die Zukunft!

#MehrfürMeerbusch

Herzliche Grüße

Karl Trautmann

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