Ernte in Meerbusch

Wer aktuell durch Meerbusch fährt, sieht bis tief in die Nacht fleißige Landwirte und ihre Helfer bei der Ernte. Dabei wird mit zum Teil beeindruckend großem und schwerem Gerät gearbeitet.

Schon lange werden die Eckpfeiler der Landwirtschaftspolitik und die strategischen Weichenstellungen von der EU-Kommission und dem EU-Parlament in Brüssel vorgenommen. Die Bauernproteste der letzten Monate zeigen, dass die Vertretung der deutschen  Landwirtschaftsinteressen in Brüssel durch die Bundeslandwirtschaftsministerin nicht zufriedenstellend erfolgt. Gerade landwirtschaftliche Betriebe benötigen langfristige Planungssicherheit, denn sie produzieren in langen Zyklen und sind besonders vom externen Faktor Wetter abhängig.  

Dabei erfüllen die Landwirtinnen und Landwirte mit ihren Betrieben auch in Meerbusch für uns lebensnotwendige Aufgaben, die höchsten Respekt verdienen. Sie versorgen uns mit vielfältigen, hochwertigen und regionalen Lebensmitteln, sie engagieren sich aktiv für Umwelt- und Klimaschutz – unter anderem mit Blühstreifenprojekten, sie pflegen Kultur und Landschaft. Innovative und zeitgemäße Tierhaltung findet sich in Meerbusch genauso wie „Precision Farming“.

MEHR für Meerbusch heißt: kleinere Gewerbegebiete, mehr Ackerland

Auch Rat und Verwaltung der Stadt Meerbusch, obwohl rund 199 Kilometer von Brüssel entfernt, können bestehende landwirtschaftliche Betriebe oder solche, die junge Landwirte übernehmen und neu ausrichten wollen, unterstützen: mit einer funktionierenden digitalen Infrastruktur, die Voraussetzung für die Anwendung moderner landwirtschaftlicher Arbeitsmethoden ist. Mit einer sorgfältigen Abwägung, wie mit hochwertigem Ackerboden in städtischem Besitz verfahren werden soll. Ein verkleinertes Gewerbegebiet an der A44 würde wertvollen Ackerboden erhalten. 

MEHR für Meerbusch heißt auch: kein Glyphosat

Die Zusammenarbeit zwischen Rat, Kommune und Landwirten kann in Meerbusch auch bei schwierigen Themen funktionieren. Dies zeigt nicht zuletzt der Glyphosat-Beschluss, der Pächtern von städtischen Ackerflächen zukünftig den Einsatz dieses Totalherbizid verbietet. Lösungen für das Problem des steigenden Nitratgehalts im Grundwasser müssen auch lokal im Dialog mit allen Beteiligten erarbeitet werden.

Ich freue mich jedenfalls, wenn ich an der Kasse „meines“ Hofladens stehe und den Produkten, die ich dort für meine Familie einkaufe, vertrauen kann.

Herzliche Grüße

Karl Trautmann

#MehrfuerMeerbusch

Kommentar verfassen