Meerbuscher Gasttätten in Zeiten von Corona
Meerbuscher Kneipen und Restaurants im Corona-Modus

Zugegeben, man kann sich auch erstmal durch einen Gesetzeswust quälen …  Auf Grund der §§ 32, 28 Absatz 1 Satz 1 und 2, 33 in Verbindung mit § 73 Absatz 1a Nummer 6 und 24, § 75 Absatz 1 Nummer 1, Absatz 3, 4 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), von denen § 28 Absatz 1 durch Artikel 1 Nummer 6 des Gesetzes vom 27. März 2020 (BGBl. I S. 587) neu gefasst und § 73 Absatz 1a Nummer 24 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 11 des Gesetzes vom 27. März 2020 (BGBl. I S. 587) geändert worden sind, sowie des § 10 des Infektionsschutz- und Befugnisgesetzes vom 14. April 2020(GV.NRW. S. 218) verordnet das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales …“

Denn so beginnt die Änderung der Rechtsverordnungen zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 des Landes NRW, die die Öffnung vieler Einzelhandelsgeschäfte unter Einhaltung bestimmter Flächengrößenbeschränkungen und Hygieneschutzmaßnahmen erlaubt.

Man kann sich aber auch fragen, wie man Gaststätten helfen kann?

Vergeblich haben die Gastronomen in Meerbusch gehofft, auch unter die Gewerbe zu fallen, die wieder öffnen dürfen. Immerhin, um für unsere Wirte etwas Unterstützung zu leisten, hat die Stadt Meerbusch in Abstimmung mit den im Rat vertretenen Parteien entschieden, auf die Erhebung der „Terrassengebühr“ für 2020 zu verzichten. Ein guter Schritt 1.

In der aktuellen Diskussion um weitere Lockerungsmaßnahmen zeichnet sich ab, dass in absehbarer Zeit Gastronomiebetriebe nur dann wieder öffnen dürfen, wenn Mindestabstände zwischen den Tischen und Gästen eingehalten werden können. Im Innenbereich der Restaurants wird das in vielen Fällen dazu führen, dass wegen der dann beschränkten Sitzplatzanzahl ein wirtschaftlicher Betrieb nur schwer möglich ist.

Deshalb: Jetzt Terrassenflächen vergrößern – Außengastronomie fördern

Deshalb sollte die Stadt Meerbusch nach Schritt 1 (Verzicht auf Terrassengebühr) den Schritt 2 tun und überall dort, wo das möglich ist, die Vergrößerung der Terrassenfläche für die Gastronomie erlauben. Großzügig und mit Augenmaß könnte so der notwendige Raum geschaffen werden, um die Außengastronomie auch unter Corona-Auflagen profitabel zu betreiben. Dabei könnte man kreative Lösungen vor Ort ermöglichen und das Bandmaß mal in der Tasche stecken lassen. Das hilft unseren Gastronomen.

Mit Abstand und Augenmaß: Open-air-Genüsse beim Urlaub zuhause

Schließe ich die Augen und träume von einem Sommerurlaub 2020, dann wird dieser angesichts von Reisewarnungen & Co mehr als sonst zuhause in Meerbusch verbracht. Fahre ich also mit dem Rad (Fahr´ mit durch Meerbusch), so sehe ich schon vor meinem inneren Auge in Lank, Büderich, Osterath, Strümp, Bösinghoven, Ilverich, Langst-Kierst und Nierst die Einkehrmöglichkeiten im Schatten unter Bäumen oder Sonnenschirmen. Mit Abstand, aber gemeinsam genießen wir dann Eis, Apfelschorle, Nudeln, Fisch, Fleisch, Salate, Kaffee, Kuchen an der freien Luft … einfach lecker und welch ein Genuss!

Herzliche Grüße

Karl Trautmann

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