Ich möchte die Stadt Meerbusch in die Zukunft führen. Dafür habe ich mein Konzept „MEHR für Meerbusch“ entwickelt.

Karl Trautmann

Mobilität

MEHR Mobilität für Meerbusch

Ich bin überzeugt, Meerbusch braucht ein kommunales Mobilitätsmanagement. Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der demografischen Entwicklung, der Verkehrssicherheit und der Ressourcenknappheit steht Meerbusch als Kommune mit acht Stadtteilen ohne klassischem Stadtzentrum vor der Herausforderung, mehr Mobilität mit Alternativen zum Kfz-Verkehr zu gewährleisten. Das kann nur gelingen, wenn der vorhandene Verkehrsraum und Haushaltsmittel neu aufgeteilt werden. Hierzu führt das kommunale Mobilitätsmanagement  die Maßnahmen aus den Bereichen Infrastruktur, Planungs- und Baurecht, Verkehrssteuerung, Kommunikation und Service systematisch in einem nachhaltigen Mobilitätskonzept zusammen. Ganz wichtig ist dabei eine intensive Zusammenarbeit und Abstimmung mit den Nachbarkommunen, denn der zu optimierende Mobilitätsraum reicht weit über die Stadtgrenzen von Meerbusch hinaus.

Konkret für Meerbusch bedeutet das:

  • Angebotsentwicklung bzw. -optimierung von Fußgängerströmen, Radverkehr, ÖPNV, Car-Sharing, öffentlichen Fahrradverleihsystemen und anderen Mobilitätsdienstleistungen
  • Verknüpfung zu kundenfreundlichen Mobilitätsangeboten und Wegeketten
  • integrierte Verkehrs- und Siedlungsentwicklung (verkehrssparende Strukturen)
  • Berücksichtigung vorliegender kommunaler Fachpläne (Nahverkehrsplan, Verkehrsentwicklungsplan, Lärmaktionsplan, Klimaschutzkonzept, Bauleitplanung etc.)
  • alternative Preismodelle für den ÖPNV im VRR-Verbund („pay as you use“ Prinzip statt Wabensystematik)
  • Fahrradmitnahmemöglichkeiten und Haltestellen „on Demand“ im Meerbuscher und überörtlichen Busverkehr (mit dem Fahrrad hin, mit dem Bus zurück)
  • Shuttlesystem zu den vorhandenen Sportstätten aus allen Ortsteilen zu Zeiten des Kinder- und Jugendtrainings der Sportvereine
  • Radwegesystem innerhalb Meerbuschs schneller in höherer Qualität ausbauen
  • Ladesäuleninfrastruktur für E-Mobilität ausbauen, eine Wasserstofftankstelle errichten

Wohnen

MEHR Wohnraum und Aufenthaltsraum für Meerbusch

Ich möchte kommunale Gestaltungsspielräume proaktiv für bedarfsorientierte Wohnungsbauaktivitäten nutzen. Dazu gehört eine räumliche, sachliche und zeitliche Prioritätensetzung zur Entwicklung von Wohnbauflächen sowie direkte rahmensetzende Maßnahmen.

Konkret für Meerbusch sind es diese:

  • eine aktive kommunale Bodenpolitik und Bodenbevorratung
  • die Bereitstellung öffentlicher Flächen für den Wohnungsbau
  • der Verzicht auf das Höchstpreisverfahren beim Grundstücksverkauf, um Flächen für Zielgruppen oder bestimmte Wohnungstypen zu sichern sowie Erbbaurecht-Modelle prüfen (Erbpacht)
  • Bauland nur noch kleinteilig und zeitlich gestaffelt entwickeln, um flexibel auf quantitative und qualitative Angebots- und Nachfrageschwankungen reagieren zu können
  • für Neubauprojekte eine Quote altersgerecht gebauter Wohnung verbindlich festlegen
  • kleine und ältere Haushalte sowie Baugemeinschaften und Wohngruppen als Nachfrager mit eigenen Qualitätsanforderungen stärker berücksichtigen und eine große Vielfalt an Bauformen, Eigentumsformen und Wohnungsgrößen abdecken
  • Neubaugebiete von vornherein nutzungsgemischt (Stichwort: Menschen leben und arbeiten im selben Quartier) und verdichtet planen, mit guter Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Solche Strukturen generieren deutlich weniger Emissionen, sind robuster und längerfristig kostengünstiger zu erhalten als zerstreute Siedlungsstrukturen geringer Dichte und homogener Nutzung
  • Reserveflächen, Siedlungsflächenüberhänge und planungsrechtlich gesicherte Bauflächen im Hinblick auf zukünftige Verwendung regelmäßig überprüfen und ggf. zurückstufen bzw. zurückwidmen
  • die Ortszentren als lebendigen Raum für alle Alters-und Bevölkerungsgruppen durch eine hohe Aufenthaltsqualität attraktiv machen. Dazu gehört unbedingt eine gute, flächendeckende und kostenlose Wlan-Versorgung
  • Erfahrungen aus generationsübergreifenden, barrierefreien Projekten wie z. B. „Future Living Berlin“ in die Bauvorgaben aufnehmen

Wirtschaft

MEHR Wirtschaftsförderung für Meerbusch

Ich setze mich dafür ein, dass die Wirtschaftsförderung mehr Gewicht erhält, mit besserer Resourcenausstattung proaktiv handelt und mit Schwung und neuen Ideen alte Pfade verlässt. Die erfolgreiche Unterstützung der lokalen Wirtschaft bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen ist mein Ziel.

Konkret möchte ich die Wirtschaftsförderung besser ausstatten,

  • damit die Wirtschaftsförderer als Lotsen für die ansässigen und neu akquirierten Unternehmer und Unternehmungen dienen können
  • damit bestehende Gewerbeflächen durch gezielte Akquisition von Unternehmen aus zuvor festgelegten, zukunftsorientierten Branchen vermarktet werden können
  • damit Infrastruktur geschaffen wird, die die Ansiedlung/Gewinnung von Start-ups und Unternehmensgründern ermöglicht
  • damit bei einer maßvollen Schaffung von neuen Gewerbeflächen bereits während der Erschließung ein zielführendes Vermarktungskonzept aufgestellt und umgesetzt wird

Die starken Veränderungen im stationären Einzelhandel treffen auch Meerbusch. Für Büderich, Lank-Latum, Strümp und Osterath muss in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Unternehmern, Vermieter und Gastronomen ein Konzept erarbeitet werden, wie die Attraktivität und Aufenthaltsqualität der Ortskerne für Kunden erhalten bzw. zurückgewonnen werden kann. Das gilt besonders für den Stadtteil Osterath, der durch die anstehenden Baumaßnahmen (u. a. Bahnunterführung) besonderen Schwierigkeiten gegenübersteht.

Bildung

MEHR Bildung für Meerbusch

Ich bin überzeugt, Bildung ist mehr als Schule und hört damit auch nicht auf. In dieses „Mehr als Schule“ möchte ich investieren. Mit unseren acht Grundschulen, der Maria-Montessori-Gesamtschule, der Realschule Osterath, dem Mataré-Gymnasium.Europaschule und dem Städtisches Meerbusch-Gymnasium sind wir gut aufgestellt. Alle Schulen haben ein hohes Leistungsniveau, die Realschule Osterath, die mir sehr am Herzen liegt, baut unter neuer Leitung ihre Spitzenposition weiter aus. Bei Bedarf muss über eine zweite Gesamtschule nachgedacht werden. Das Angebot an offener Ganztagsbetreuung muss schnell weiter ausgebaut werden und unser Netz an Kindertagesstätten enger geknüpft werden. Mit der VHS und der Bibliothek haben wir zwei weitere Bildungsinstitutionen, die nach meiner Überzeugung besser miteinander verzahnt werden müssen.

Dafür will ich mich konkret einsetzen:

  • Die VHS muss Inhalte anbieten, die die Kursteilnehmer fit macht für die fortschreitende Digitalisierung in ihrer Arbeitswelt.
  • Die VHS muss Bildungsangebote für all die machen, die sich beim Thema Digitalisierung unsicher fühlen.
  • Effiziente, digitalisierte Stadtverwaltung funktioniert nur, wenn alle Meerbuscher die angebotenen Anwendungen sicher und angstfrei nutzen können. Hier sind VHS und Bibliothek gefordert, sich inhaltlich und organisatorisch zu ergänzen und attraktive Bildungs- und Trainingsangebote für alle zu konzipieren.
  • Wir brauchen Angebote zur Unterstützung und Fortbildung für Eltern, die ihre Kinder sicher und fachkundig bei den Themen Social Media und Internetnutzung begleiten wollen.
  • Wir brauchen eine Weiterentwicklung der Bibliothek zum Werkstatt- und Begegnungsraum. Hier sollen sich Menschen jeden Alters mit gleichen Interessen zusammenfinden, Neues lernen und eigene Erfahrungen weitergeben können. Erweitern wir diese Orte in unserer Stadt zu spannenden, anziehenden Treffpunkten!

Für solch eine Erweiterung des Angebotes von Bibliothek und VHS sind mehr Mittel aus dem städtischen Haushalt sehr sinnvoll investiert.

Umwelt

MEHR Umweltschutz für Meerbusch

Umweltschutz ist Aufgabe und Verpflichtung für uns alle und tangiert alle Handlungsfelder der Kommunalpolitik. Ich setzte mich für eine gesunde und intakte Umwelt und den schonenden Umgang mit Wasser, Energie und Boden ein.

Das möchte ich konkret für Meerbusch tun:

  • Großflächige Aufforstung und Neubepflanzung von Brach- und Freiflächen, Schaffung von neuen Mischwaldflächen
  • Versiegelung von Bodenflächen minimieren und flächenschonend bauen
  • Wassermanagement in Neubaugebieten nach dem Schwammstadtprinzip betreiben
  • Eine Gründachstrategie für Flachdächer umsetzen
  • Artenvielfalt schützen durch Ausweitung des Wildblumenkonzeptes mit Hilfe und unter Einbindung der Meerbuscher Bürger und privater Grundstücksbesitzer (u. a. Blühstreifen)
  • Schnelleren und besserer Ausbau bzw. Verzahnung der Radwege (Fasttracksystem) mit Servicepunkten und Abstellmöglichkeiten Dabei ist die interkommunale Abstimmung und Zusammenarbeit zu optimieren, damit stadtgrenzenübergreifend sinnvolle verknüpfte Radwege geschaffen werden
  • Fehlgeleiteten LKW Verkehr durch Lank-Latum und Nierst bekämpfen
  • Verkehrslärm und Abgasemissionen verringern und Verkehrssicherheit erhöhen durch konsequentes Tempo 30 in den Ortschaften (außer Haupt- und Verbindungsstraßen zwischen den Ortsteilen)
  • Ladesäuleninfrastruktur für E-Mobilität in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Meerbusch ausbauen
  • eine Wasserstofftankstelle in Zusammenarbeit mit einem entsprechenden Unternehmen errichten

Digitalisierung

MEHR Digitalisierung für Meerbusch

Nach mehr als 20 Jahren intensiver beruflicher Beschäftigung mit dem Thema Digitalisierung bin ich fest davon überzeugt, dass Meerbusch eine Digitalisierungsstrategie braucht, um innovativ, bürgernah, gestärkt statt zurückgelassen und neugierig statt rückwärtsgewandt ins digitale Zeitalter aufzubrechen. Digitale Infrastrukturen in unserer Stadt sind kein Selbstzweck, sondern angelehnt an die übergeordneten Strategien von Land und Bund bilden sie  ein Handlungsfeld  mit einer übergreifenden Funktion. Auf jeden Fall ist Digitalisierung in Meerbusch mehr als nur E-Government.

Konkret stehe ich dafür ein, dass

  • Digitalisierung in Meerbusch „Chefsache“ ist.
  • wir eine individuelle, smarte Stadtpolitik konzipieren.
  • Digitalisierung in Meerbusch als große Chance begriffen wird. Vorbehalte und Sorgen der Bürger und der Mitarbeiter der Verwaltung durch intensive, begleitende Kommunikation und Aufklärung aufgefangen werden.
  • es notwendig ist, Digitalisierung für Meerbusch als Gemeinschaftsaufgabe von Verwaltung, Politik und uns allen zu verstehen und zu gestalten.
  • Digitalisierung nicht nur die Verwaltung betrifft, sondern alle Lebensbereiche. Weitere wesentliche Handlungsfelder sind Umwelt, Gesundheit, Raum und Gesellschaft, nicht zuletzt auch unsere Demokratie. In der Coronapandemie haben wir erfahren müssen, dass wir auf distance learning und homeschooling nicht ausreichend eingerichtet sind. Hier gilt es für alle Schulen in Meerbusch kurzfristig mit großer Anstrengung und äußerstem Mitteleinsatz die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen
  • aufgrund der starken Technik-, Daten- und Prozessabhängigkeiten aller Digitalisierungsprojekte untereinander, auch die Maßnahmen, die auf einen kurzfristigen, sichtbaren Erfolg optimiert sind, auf das gemeinsame langfristige Ziel einzahlen und integriert geplant werden. Dafür ist ein professionelles Projektmanagement nötig.

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