Die erste Frage, die mir in der Phase der Entscheidungsfindung zur Kandidatur für das Amt des Bürgermeisters ab 2020 in Meerbusch am häufigsten gestellt wurde, lautete: „Warum tust du dir das an?“ Meistens wurde dann noch nachgeschoben, dass Beschimpfungen in Social-Media-Kanälen für Kommunalpolitiker an der Tagesordnung sind.
Die zweite Frage war dann fast immer, ob ich denn als FDP-Kandidat überhaupt eine Chance habe, gewählt zu werden.

Meine Antwort auf die erste Frage ist ziemlich einfach: Unser Gemeinwesen lebt vom Engagement des Einzelnen. Und wenn man die Fähigkeiten und die Möglichkeiten hat, sich einzubringen, dann muss man das tun. Angst ist ein schlechter Ratgeber und wenn ich darüber hinaus im Amt die Chance habe, unser unmittelbares Lebensumfeld, meine Heimatstadt, zu gestalten, zu verändern und zu verbessern, dann ist das für mich eine positive Herausforderung, die Spaß macht. Dass ich dabei auf Zeitgenossen treffe, die anderer Meinung sind und sich nicht von meinen Argumenten überzeugen lassen, ist unvermeidlich. 

Ich verdanke unserem Gemeinwesen eine sehr gute Ausbildung, lebe mit meiner Familie in einem sicheren und friedlichen Land, das ab und an ein bisschen überreguliert ist und habe mit Meerbusch eine Heimatstadt, die eine hohe Lebensqualität hat. Ich finde, es ist an der Zeit, zurückzugeben.

Die spontane Antwort auf die zweite Frage: Der Bürgermeister wird als Persönlichkeit gewählt. Und zu meiner Persönlichkeit gehört, dass ich mich schon lange für den politischen Liberalismus auf unterschiedlichen Ebenen engagiere. Das aus „taktischen“ Gründen zu verschweigen oder gar die Parteimitgliedschaft aufzugeben, ist nicht meine Sache. Die Wähler entscheiden, wem sie das Amt zutrauen und wem sie ihre Stadt Meerbusch anvertrauen.
Am 13. September 2020 um 18.00 Uhr weiß ich, ob ich das Vertrauen der Meerbuscher gewonnen habe.

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